Mikrobiologische Untersuchungen

Umfassendes, lebensmittelrelevantes Keimspektrum einschließlich pathogener Keime

„Lebensmittel sollten keine Mikroorganismen oder deren Toxine oder Metaboliten in Mengen enthalten, die ein für die menschliche Gesundheit unannehmbares Risiko darstellen.“ (Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 der Kommission vom 15. November 2005 über mikrobiologische Kriterien für Lebensmittel)

Um dieser Forderung gerecht zu werden, bieten wir unseren Kunden eine umfangreiche mikrobiologische Untersuchung von Lebensmitteln an.

Unser Angebot umfasst folgende Untersuchungen:

    • Gesamtkeimzahl (aerob/anaerob, psychrophil/mesophil/thermophil)
      Die Anzahl der Mikroorganismen, die sich in einem Produkt befinden, gibt Aufschluss über die Qualität und Unbedenklichkeit eines Produktes. Bei speziellen Fragestellungen bieten wir Ihnen neben der Bestimmung der aeroben Gesamtkeimzahl auch eine Analytik unter anaeroben Bedingungen oder bei verschiedenen Bebrütungstemperaturen an.

    • Hefen und Schimmelpilze
      Hefen und Schimmelpilze sind typische Verderbs-Erreger. Im Gegensatz zu den meisten Bakterien können sich Hefen und Schimmelpilze auch in Lebensmittel mit geringen aw-Werten und bei niedrigen Temperaturen vermehren.  Gesundheitlich bedenklich sind von Schimmelpilzen gebildete Giftstoffe, die Mykotoxine, die unter anderem allergische Reaktionen auslösen können oder karzinogen wirken.

    • osmophile Hefen
      Osmophile Hefen spielen eine wichtige Rolle als Verderbserreger von Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt, wie z.B. Süßwaren.

    • Milchsäurebakterien
      Milchsäurebakterien haben eine große Bedeutung in der Haltbarmachung von Lebensmitteln. Durch die produzierte Milchsäure werden die Lebensmittel angesäuert, was die Vermehrung anderer Mikroorganismen hemmt. Neben dieser positiven Wirkung können Milchsäurebakterien jedoch auch zum Verderb eines Lebensmittels führen.

    • Pseudomonaden
      Pseudomonaden sind ubiquitär. Viele Vertreter (z.B. Pseudomonas aeruginosa) weisen Resistenzen gegen Antibiotika auf und sind daher als Hospitalismuskeime bekannt, die schwere Erkrankungen auslösen können. Pseudomonaden können auch zum Verderb von Lebensmittel führen. Beispielsweise führt die Lipase-Aktivität zum ranzig werden von Butter. Aufgrund ihrer Resistenzen gegen Antibiotika und ihrer Neigung zur Bildung eines Biofilms können Pseudomonaden ein wichtiger Indikator für mangelhafte Hygiene in der Produktion sein.

    • Enterobacteriaceen
      Zur Familie der Enterobacteriaceae gehören fast 100 Spezies. Viele Enterobakterien sind Teil der normalen Darmflora, können jedoch vor allem bei immungeschwächten Personen zu schweren Erkrankungen führen. Enterobacterieceae sind typische Indikatorkeime für mangelnde Hygiene. Der wohl bekannteste Vertreter dieser Gattung ist Escherichia coli.

    • coliforme Bakterien
      Coliforme Bakterien sind eine sehr heterogene Gruppe. Zu den wichtigsten Vertretern gehören die Gattungen Citrobacter, Enterobacter, Escherichia oder Klebsiella. Coliforme Keime sind Hygieneindikatoren für Wasser und Lebensmittel.

    • sulfitreduzierende Clostridien
      Clostridien spielen eine wichtige Rolle als Auslöser von Lebensmittelvergiftungen. Sie sind grampositive, anaerobe Sporenbildner, die meist Sulfit reduzieren können.

      • Clostridium perfringens
        Dieser Keim bildet ein Enterotoxin, dass zu Bauchkrämpfen und Durchfall führen kann. Hauptauslöser von Lebensmittelvergiftungen durch Clostridien sind verzehrsfertige Lebensmittel, die nicht ausreichend gekühlt oder falsch warmgehalten wurden.


    • Sporenbildner aerob/anaerob
      Sporenbildende Bakterien sind dazu fähig, unter Stresssituationen sogenannte Endosporen zu bilden. Diese Sporen sind äußerst widerstandsfähige Dauerformen, aus denen sich unter günstigen Umweltbedingungen wieder vegetative Zellen ausbilden können. Somit können diese Bakterien auch in prozessierten Lebensmittel überdauern und zum anschließenden Verderb des Lebensmittels führen.

    • Enterokokken / Fäkalstreptokokken
      Einige Vertreter der Enterokokken sind typische Darm-Bewohner, können aber auch verschiedene Infektionen auslösen. Im Trinkwasser dienen sie als Fäkalindikatoren.

    • Bacillus cereus
      B. cereus ist ein weit verbreitetes Bakterium, das durch Verunreinigung mit Erde oder Staub leicht auf Lebensmittel übertragen werden kann. Das Bakterium bildet Sporen aus, die auch durch Hitzebehandlung des Lebensmittels nicht abgetötet werden können und sich bei anschließender unsachgemäßer Lagerung wieder vermehren können. Die Toxine, die B. cereus produziert, können zu schweren Lebensmittelvergiftungen führen.

    • Campylobacter spp.

    • Escherichia coli
      Dieser Keim kommt natürlicherweise als Bestandteil der Darmflora des Menschens vor. Der Nachweis von E.coli ist ein guter Indikator für fäkale Verunreinigungen von Wasser und Lebensmitteln. Einige E.coli-Stämme können jedoch auch schwere Darmerkrankungen hervorrufen, der bekannteste Erreger ist dabei der Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC).

    • Staphylococcus aureus / koagulase-positive Staphylokokken
      Staphylokokken sind verantwortlich für viele lebensmittelbedingte Vergiftungen. Koagulase-positive Staphylokokken bilden hitzestabile Enterotoxine, die zu Erbrechen, Durchfall und Übelkeit führen können. Der wichtigste Vertreter der koagulase-positiven Staphylokokken ist Staphylokokkus aureus.

      • Staphylokokkus aureus ist ein Bakterium, das mehrere Toxine bilden kann, die zu Erkrankungen führen können. Die von Staphylokokkus aureus gebildeten hitzestabilen Enterotoxine spielen bei Lebensmittelvergiftungen eine wichtige Rolle. Unsere immunologische Nachweismethoden richten sich gegen die serologischen Gruppen A bis E.


    • Proteus spp.
      Proteus-Bakterien sind ubiquitär. Einige Vertreter der Gruppe sind in der Darmflora des Menschen zu finden, können jedoch auch verschiedene Erkrankungen auslösen. Sie sind als Auslöser von Lebensmittelvergiftungen bekannt, wobei sie auf allen Lebensmitteln vorkommen können. Charakteristisch ist das „Schwärm-Verhalten“ auf Gelnährböden.

    • Peroxidbildner
      Vor allem bei Fleisch- und Fleischereierzeugnissen ist das Vorhandensein von peroxidbildenden Bakterien unerwünscht. Sie können zu unerwünschten sensorischen Veränderungen des Produktes führen, wie Farb- und Fettveränderungen.

    • Alicyclobacillus acidocaldarius 
      Alicyclobacillus acidocaldarius ist ein thermophiles Bakterium, das bei niedrigem pH-Wert wachsen kann. Durch diese Eigenschaft spielt es eine wichtige Rolle beim Verderb von Fruchtsäften.

    Unser Angebot umfasst des Weiteren:

    • Challenge-Tests
    • Umfangreiche mikrobiologische und molekularbiologische Untersuchungen von stark prozessierten Lebensmitteln (z.B. Konserven).
    • Nach Zoonoserichtlinie 2003/99/EG müssen alle pathogenen Keime für einen bestimmten Zeitraum aufgehoben werden. Wir bieten Ihnen an, positiv getestete Keime bei uns im Labor sicher und auf Abruf zu verwahren.
    • Sie haben Kundenreklamationen Ihres Produktes erhalten? Wir beraten Sie gerne und führen entsprechende Analysen durch.

    Unsere Analysen richten sich nach den Methoden der Amtlichen Sammlung §64 LFGB bzw. ISO-Methoden, sowie kundengerechte Hausmethoden. Für unsere Beurteilung beziehen wir uns auf die Richt- und Warnwerten der DGHM. Gerne beraten wir Sie ausführlich zu den gesetzlichen Bestimmungen und den passenden Analysemöglichkeiten Ihrer Lebensmittel.

    Trinkwasserlabor nach § 15 Abs. 4 der TrinkwV 2001
    Zulassung nach § 44 Infektionsschutzgesetz
    Zulassung für amtliche Gegenproben nach § 43 LFGB

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